Hundebetten aus Recycling-Materialien
500 Jahre. So lange dauert der Verfallsprozess von Polyester, wenn man verbreiteten Schätzungen Glauben schenken möchte. Nun ist es aber da. Gewonnen aus Erdöl, einem fossilen Rohstoff. Verarbeitet in verschiedenen Kunststoffen von Textilien bis hin zu PET-Flaschen (auch PET gehört zu den Polyestern).
Leider wird immer noch viel zu wenig tatsächlich recycelt – laut Umwelt Bundesamt wurden 2021 ca. 35% der Plastikabfälle in Deutschland werkstofflich recycelt. Das ist immer noch viel zu wenig, aber ein anderes Thema. Und allein der Anteil von PET macht knapp eine Million Tonnen aus. Nur in Deutschland. Lohnt sich also.
Was tun mit so viel Kunststoff?
Recyceltes PET als sauberer Rohstoff
Anders als viele andere Kunststoffe ist PET weitgehend frei von gesundheitsschädlichen Stoffen. Beim sogenannten rPET ist der Anteil an Trinkflaschen verhältnismäßig hoch, da das Material fest genug für den Recyclingprozess ist (anders als Textilien oder Folien, die sich nicht schreddern lassen).
Bei der Herstellung von PET-Flaschen werden keinerlei Weichmacher wie Phthalate (BPA) oder PAK (Naphthalin) eingesetzt (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung BfR).
Das macht Hundebetten aus recycelten PET Flaschen relativ unbedenklich für die Gesundheit unserer Hunde.
Mal ehrlich: wie gut sind Recycling Hundebetten?
Es ist immer noch ein Polyester-Hundebett – mit allen Vor- und Nachteilen. Polyester wird nun einmal unter hohem Energieaufwand aus fossilen Rohstoffen gewonnen und das Mikroplastik-Problem löst sich auch beim Recycling nicht in Luft auf.
Aber Polyester ist auch pflegeleicht, robust, waschbar, in nahezu jeder Farbe und jeder Textur zu verarbeiten.
Und was es definitiv nicht ist: schlechter als nicht recyceltes Polyester.
