
Hier im iinu Magazin findet Ihr neben Portraits unserer Verkäufer Tipps zum Alltag mit Hund und verschiedene Rezepte zum Leckerli selber backen. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen – lasst uns auch gern Eure Meinung da! Eure Astrid
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Ich bin kein Fan von Löwenzahn. Im Garten. Er geht mir höllisch auf die Nerven. Ich brauche keinen Englischen Rasen, echt nicht, aber er muss sich ja wirklich überall breit machen. Und ich meine: überall. Und ich habe jedes Mal, wenn ich ihn sehe, diese Melodie im Kopf! Das ist eigentlich das Schlimmste. Danke auch, Peter Lustig.
Aber. Natürlich kommt jetzt ein Aber, denn meine Abneigung gegenüber widerspenstigen Gewächsen und Ohrwürmer allein würde nun nicht wirklich einen Blog-Beitrag rechtfertigen.
Wir könnten einen Weg gefunden haben, der Löwenzahn und ich: Du machst Dein Ding und ich mache meins. Soll heißen: er darf wachsen, ich darf ihn pflücken.
Gestern wurde ich mal wieder von einer Kuh in Hundegestalt begleitet. Dem Herrn Aragorn grummelte offenbar etwas der Magen und er graste. Ausgiebig.
Irgendwo ganz weit hinten im Hinterkopf rührte sich ein kleines bisschen gefährliches Halbwissen über Magensäure und Bitterstoffe, und da der Löwenzahn auch im Wald die Weltherrschaft an sich zu reißen versucht und demnach direkt vor meiner Nase wucherte, nutzte ich die Zeit und pflückte ein Sträußchen.
Vor der Raubtierfütterung zu Hause allerdings habe ich noch ein bisschen recherchiert.
Sagen wir so: ich mag ihn immer noch nicht. Aber das, was er mitbringt, reicht für einen Aufenthaltstitel in unserem Garten:
• Löwenzahn enthält neben Bitter- und Gerbstoffen eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen
• Der Stoffwechsel wird angeregt, damit auch Verdauung und Entgiftung über Leber und Nieren.
• Die Vitamine A, C und E sowie Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium sind großartige Energielieferanten für den gesamten Organismus.
Herr Aragorn hätte sich an dem neuen Geschmack im Napf kaum weniger interessiert zeigen können. Es war ihm schlicht egal.
Für Feinschmecker, deren zarte Geschmacksknospen den Verzehr allzu bitterer Beilagen als Zumutung empfinden, empfiehlt es sich, den Löwenzahn zu trocknen.
Dazu kann man kleine Sträußchen binden und an einem schattigen und trockenen Platz aufhängen oder die Blätter in gestapelten Trockenkisten aus Holz auslegen. Am schnellsten wird es im Backofen oder Dörrautomaten (40°C) gehen.
Die vollständig getrockneten Kräuter lassen sich mit der Hand zerreiben und in trockenen und sauberen Gläsern an einem dunklen und trockenen Ort etwa ein Jahr lang aufbewahren.
Je nach Größe und Gewicht des Hundes ist eine Zugabe von täglich 1-3 EL getrockneten Löwenzahns die richtige Menge, um Leber und Nieren optimal zu unterstützen.
Auf keinen Fall ersetzt die Zugabe von Löwenzahn, ob getrocknet oder frisch, bei länger anhaltenden Verdauungsbeschwerden den Besuch beim Tierarzt!
Nun ist die optimale Zeit für größere Ernten für dieses Jahr vorbei, aber nächstes Frühjahr werde ich auf allen Vieren den Garten durchqueren und die kleinen, zarten Blättchen pflücken. Die Wurzeln dürfen bleiben. Wir haben ja jetzt einen Deal.
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