Einer von fünf Hunden leidet unter einer Allergie.

Zehn Millionen Hunde haben wir Deutschen. Zehn Millionen. Das sind fast so viele Hunde wie alle (menschlichen) Einwohner der zehn größten Städte Deutschlands zusammen. Beeindruckend, oder?

Zwei Millionen davon leben also mit einer Allergie-Diagnose.
Mit unterschiedlichen Auslösern und verschieden starker Ausprägung natürlich – gemeinsam haben sie, dass ihr Immunsystem auf eigentlich normale Reize überreagiert und Alarm schlägt.

Das kann mitunter sehr unangenehm für Hund und Halter sein.
Ein positives hat es jedoch: die Hersteller reagieren. Es gibt immer mehr schlaue Köpfe, die sich mit diesen Themen befassen und alltagstaugliche Lösungen anbieten – vom Allergiker-Hundebett über volldeklariertes hypoallergenes Futter und Kauartikel.

Hier findest Du „alles“ für Allergiker-Hunde. Natürlich keine Medikamente, wir sind ja keine Tierärzte.
Aber Dinge, die es Dir leichter machen, Deinem Hund das Leben zu erleichtern.

Was sind die häufigsten Allergien bei Hunden?

Verdauungsprobleme. Wiederkehrende Ohrenentzündungen. Ständiges Kratzen. Pfoten lecken. Trockene, schuppige Haut, kahle Stellen, Hot Spots – während die Symptome sich häufig so ähneln, dass man sie als Laie kaum unterscheiden kann, sind die Auslöser oft ganz verschieden.
Hier sind die vier häufigsten Unverträglichkeiten, ihre Symptome und ein kurzer Überblick über (Be-)Handlungsmöglichkeiten ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  1. Futtermittelallergie/ Futterunverträglichkeit
    Der Auslöser ist das Protein. Es kann sowohl tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs sein und wir vom Immunsystem des Hundes als Gefahr missinterpretiert. Am häufigsten reagieren Hunde auf Rind, Huhn und Getreide.
    Symptome: Atopie (Hautentzündungen), Otitis (Ohrenentzündung), Verdauungsprobleme durch Entzündungsherde in Magen und Darm.
    Diagnose: durch Eliminationsdiät (Ausschlussdiät).
    Therapie/ was tun: es gibt keine Heilung. Nur lebenslange Vermeidung des Allergens. Manchmal ist es ausreichend, auf ein anderes Hundefutter umzusteigen. In anderen Fällen ist es ratsam, zumindest zeitweise ein Hundefutter mit sogenannten hydrolinierten, also stark verfremdeten Proteinen zu geben, die vom Immunsystem nicht als solche erkannt werden.
  2. Allergie gegen Flohspeichel
    SymptomeJuckreiz, Haarausfall, Rötungen/ Verdickungen/ generell Veränderungen der Haut (Hot Spots), besonders an Rücken- und Schwanzansatz und an den Innenseiten der Oberschenkel.
    Diagnose: durch Feststellung des Flohbefalls.
    Therapie/ was tun: natürlich muss zunächst der Flohbefall eliminiert werden. Auch danach sollte im Haus und insbesondere beim Schlafplatz unbedingt auf Sauberkeit geachtet werden: da das Immunsystem übersensibel ist, besteht die Gefahr, dass in der Folge auch Hausstaubmilben, Pollen oder Futterbestandteile allergische Reaktionen verursachen.
  3. Umweltallergie/ Atopie
    Auslöser sind eigentlich harmlose natürliche Stoffe in der Umgebung des Hundes, teils auch mit direktem Kontakt. Zu den Allergenen gehören saisonale Auslöser wie Pollen, Gräser, aber Reinigungsmittel, Pilzsporen sowie Hausstaub und Hausstaubmilben.
    Symptome: Juckreiz, entzündliche Veränderungen der Haut (Hot Spots).
    Diagnose: durch Allergietests und klinisches Ausschlussverfahren, seltener durch Bluttests.
    Therapie/ was tun: zum Teil kommt eine Desensibilisierung in Frage, bei saisonalen Allergien werden meist symptomlindernde Medikamente verordnet. Ein Luftreiniger kann helfen, zumindest zu Hause die Kontrolle zu bewahren.
    Ansonsten: Hygiene. Regelmäßige Bäder mit milden, geeigneten Shampoos. Aber auch im Haus: insbesondere der Schlafplatz sollte regelmäßig gründlich gereinigt werden, um den Kontakt mit Allergenen so weit wie möglich einzudämmen.
  4. Kontaktallergie
    „Der Rest“ – hierunter werden letztendlich allergische Reaktionen auf alle möglichen organischen und anorganischen Stoffe zusammengefasst. Von Metallnäpfen über Gummispielzeug über natürliche und synthetische Insektizide und Akarizide in Zecken- und Flohhalsbändern. Wird eine Kontaktallergie z.B. durch eine Patch-Test festgestellt, kann man nicht viel tun, als die entsprechenden Stoffe in Zukunft zu meiden.

Kann man vermeiden, dass ein Hund Allergien entwickelt?

Leider nicht vollständig. Aber man kann auf einiges achte und damit das Risiko senken, dass der eigene Hund im Laufe seines Lebens unter einer Unverträglichkeit oder Allergie leiden wird.

Es beginnt bei der Herkunft eines Welpen – verantwortungsvolle Züchter lassen Elterntiere vor der Verpaarung auf Erbkrankheiten, aber auch auf die Neigung zu Allergien testen. Sind beide Tiere „vorbelastet“, passen sie nicht. Denn dann steigt das Risiko, dass eine Allergie bzw. die genetische Voraussetzung dafür weitergegeben wird. Man darf das auch ganz schamlos fragen, wenn man sich für einen Wurf interessiert. Ein seriöser Züchter wird Euch hier gern Auskunft erteilen – bekommt Ihr keine oder nur ausweichend Antwort, ist das vielleicht ein guter Anlass, sich weiter umzuschauen.
Was man an selber Stelle erfragen kann: wie lange wurden die Welpen gesäugt? Acht bis zwölf Wochen sind optimal und eine gute Grundlage für ein „störungsfreies“ Immunsystem.

Wer einen Hund aus dem Tierschutz aufnimmt, kauft häufig natürlich die sprichwörtliche Katze im Sack. In dem Fall (oder wenn man eben bei der Anschaffung eines Welpen vor lauter Herzchenaugen vergessen hat, nachzufragen) kann man aber auch noch ein paar Dinge beachten:

  • von Beginn an nur volldeklariertes Futter geben
    mit nur einer Proteinart – wenn auf der Packung nur „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ steht: Finger weg.
  • hochwertiges Futter – d.h. gut verwertbar und ohne künstliche Zusatzstoffe
  • Omega 3 Fettsäuren und Vitamin C in der richtigen Dosierung zur Unterstützung der Hautbarriere
  • Präbiotika und Probiotika für eine gesunde Darmflora – insbesondere nach Entwurmung oder der Gabe von Antibiotika
  • Schlafplatz-Hygiene – aber richtig!
    Es ist völlig ausreichend, Hausstaub (und damit Milben) zu entfernen. Ganz ohne chemische Reiniger. Wenn Du das Hundebett nicht ständig waschen willst, lege es mit einer Decke aus, die Du wöchentlich bei 60°C oder heißer waschen kannst.
  • Parasitenprophylaxe – wo kein Flohbefall, da keine Flohspeichelallergie. Auch Zecken können das Immunsystem im Hinblick auf Allergien ungünstig beeinflussen.
  • Pflege von Haut und Fell – auskämmen entfernt Pollen, Hausstaubmilben und Schmutz aus dem Fell. Baden auch – sollte aber ohne medizinische Notwendigkeit nicht häufiger als einmal monatlich passieren, um die natürliche Schutzbarriere der Haut zu erhalten.
  • Pfotenpflege – oder zuallererst mal Reinigung. Nach jedem Spaziergang. Das wird Dir auch Deine Wohnung danken. Regelmäßige Pflege mit geeigneten Crèmes kann ebenfalls helfen, die Haut widerstandsfähig zu halten.

Welche Hunderassen neigen besonders zu Allergien?

Leider leiden ausgerechnet einige der beliebtesten Rassen der Deutschen unter Allergien – oder vielleicht genau weil sie so beliebt sind und die Nachfrage zum Teil so hoch ist oder war, dass Personen ohne jegliche Zuchterfahrung und/ oder Verantwortungsbewusstsein in Bezug auf die Gesundheit einer Rasse gehandelt haben und aus Ignoranz damit das Vorkommen von Erbkrankheiten und Allergien gesteigert haben.

Zu den am meisten von Allergien betroffenen Hunderassen gehören:

  • Labrador
  • Golden Retriever
  • Cocker Spaniel
  • Französische Bulldogge, aber auch Old English Bulldog und American Bulldog
  • Boxer
  • Setter
  • verschiedene Terrier-Arten (Boston Terrier, West Highland Terrier)
  • Cavalier King Charles Spaniel
  • Mops
  • Shar Pei

Wer sein Herz an eine bestimmte Rasse verloren hat – sie haben ja auch einen Charakter, ne? – und sich von dem erhöhten Risiko, dass der Hund im Laufe seines Lebens eine Allergie entwickelt, nicht abschrecken lässt, sollte umso besser darauf achten, welchem Züchter er sein Vertrauen schenkt.

Allergiker-Hunden helfen

Neben Therapie und Linderung, die natürlich in Absprache mit der Tierarztpraxis Eures Vertrauen durchgeführt werden, geht es letztendlich um Vermeidung.

Wie haben uns die Themen Schlafplatz und Ernährung vorgenommen und uns auf die Suche gemacht, damit Ihr es einfacher habt, das richtige zu finden.

  • Schlafplatz/ Hundebett Allergiker – so dass die Hausstaubmilbenallergie hund nicht wahnsinnig macht
  • Futterallergie – Hundefutter hypoallergen/ Single Protein Kauartikel

Sollte Euch ein weiteres Thema interessieren, kontaktiert uns gern. Wir ergänzen unsere Empfehlungen gern!

Als Empfehlungsseite können wir nicht mit 5-Sterne-Trustpilot-Bewertungen glänzen. Gibt’s einfach nicht.

Wir möchten aber gern noch ein bisschen mit unseren über 200 Bewertungen aus der Zeit angeben, als iinu noch ein Marktplatz war. 
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Hund sieht einen aufmerksam an
Astrid Castell
Aragorn